Die DGL GmbH & Co. KG (kurz DGL - Deutsche Getränke Logistik) ist ein im Jahr 2019 gegründetes Joint Venture der Radeberger Gruppe KG und der Brauerei C. & A. Veltins GmbH & Co. KG.

Unter dem gemeinsamen Dach bündelt die DGL-Unternehmensgruppe ihre Kräfte und schafft damit ganzheitliche 360-Grad-Lösungskonzepte rund um die Voll- und Leergutlogistik mit regionalen Schwerpunkten in Berlin/Brandenburg, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Schleswig-Holstein.

Als zukunftsorientierter, leistungsfähiger und produktneutraler Streckenlogistiker bietet die DGL ihren Kunden und Partnern eine umfassende Produkt- und Dienstleistungspalette und ist damit die ideale Plattform für eine moderne Logistik.

Ausgangspunkt aller Leistungen der DGL sind die stark in den Regionen verwurzelten Gesellschaften. Zu ihren Geschäftsfeldern gehören der Handel, die Gastronomie, der Getränkefachgroßhandel sowie Speditions- und Logistikdienstleistungen.

Ein Unternehmen der DGL Gruppe

27. Mai 2021

Trotz Corona-Krise ein gutes Gefühl

Kaum eine Branche lebt so sehr vom Kontakt mit anderen Menschen wie die Veranstaltungsbranche. Hier ist auch eigentlich der 37-jährige Carlo Ricke zuhause, der seit 2012 bei Getränke Essmann tätig ist. Die ersten drei Jahre machte er sich als Auslieferungsfahrer einen Namen, ehe er in den Veranstaltungsservice bei Essmann wechselte. Hier ist Ricke seit vielen Jahren in leitender Position tätig und der Herr über Schankwagen, Zapfanlagen und Co. Mit der fortschreitenden Corona-Krise hat sich sein Arbeitsalltag allerdings massiv verändert.

Welcher Wagen fährt mit welchem Equipment wann zu welchem Kunden? Alles eine Sache der präzisen Planung, die Carlo Ricke aus dem Effeff beherrscht. Zusammen mit seinem Kollegen Maik Lohhaus, der sich um die Büro- und Reservierungsarbeiten kümmert, managet Ricke den Veranstaltungsbereich bei Getränke Essmann mit Passion. Neben 14 Schankwagen, fünf Pkw-Kühlwagen, drei Lkw-Kühlwagen und fünf Absatzcontainern, behält er stets den Überblick über mobile Theken, Zapfanlagen, Festzeltgarnituren, Stehtische und das komplette Gläsersortiment von Essmann. Die Auslieferung sowie Wartungs- und Reparaturarbeiten des Equipments gehören ebenso zu seinen Aufgaben wie die Einweisung der Kunden in die Funktionsweisen der Geräte und Wagen.

„Ich bin ein sehr geselliger Mensch und unterhalte mich gerne mit unseren Kunden über den Veranstaltungsbereich und die Gastronomie. Man kommt viel rum und bekommt viel von den Kunden mit“, erzählt Ricke über die Zeit vor der Corona-Krise. „Früher war es ganz normal, dass man sich auch mal mit dazugesetzt und einen Kaffee mitgetrunken hat. Wenn man jetzt die ganze Zeit zuhause rumsitzt, ist das natürlich echt etwas anderes“, sagt er. Den Kundenkontakt vermisst er daher sehr – war Ricke doch stets der erste Ansprechpartner. „Wenn es Fragen gibt, wie etwas funktioniert oder wenn etwas kaputt ist, rufen die Kunden immer bei mir an und ich fahre in Notfällen auch zu den Kunden raus, um zu helfen.“

Auch die Abläufe während der Arbeit hätten sich seit der Pandemie massiv verändert: „Als wir noch ausliefern konnten, waren wir nur mit Maske unterwegs, wir haben sämtliche Kontakte unter den Fahrern vermieden. Man arbeitete fast nur noch alleine, das war früher nicht so. Da hat jeder mal mit angepackt – jetzt heißt es nur noch: Mach das Tor auf, stell die Sachen da hin, nimm das Leergut mit und leg den Lieferschein mal da hin“, sagt Ricke bedrückt.

Seitdem keine Veranstaltungen mehr stattfinden, sind alle Schank- und Kühlwagen abgemeldet und stehen gewartet in den Hallen von Essmann – jederzeit einsatzbereit, doch die Abteilung von Carlo Ricke ist vorerst geschlossen. Auch wenn er nicht zum regulären Fahrerstamm gehört, war Ricke bis Anfang Februar 2021 wieder als Lkw-Fahrer in der Auslieferung tätig. „Ich habe das große Glück, dass ich nebenbei noch fahren durfte und die Kollegen unterstützen konnte. Trotzdem: Seit dem 8. Februar bin ich in Kurzarbeit – bis die Gastronomie wieder öffnet. Aber wir gehen davon aus, dass es bis Ende März dauern wird.“ Die restlichen Auslieferungsfahrer seien aber nach wie vor nicht von Kurzarbeit betroffen, betont Carlo Ricke. Über das Engagement seines Arbeitgebers ist er dennoch sehr glücklich: „Die Firma ist so nett und stockt die 67 Prozent, die man vom Arbeitsamt bekommt, mit 23 Prozent auf. Finanziell ist das sehr, sehr gut.“

Auch das Krisenmanagement seines Arbeitgebers findet er vorbildlich: „Toi, toi, toi – die ganze Firma ist bis jetzt coronafrei geblieben. Essmann hat die Situation echt im Griff und rechtzeitig reagiert. Zu Beginn der Corona-Krise hat jeder Lkw Desinfektionsmittel bekommen, damit wir Fahrer direkt alles desinfizieren können, weil auch immer ein Fahrerwechsel stattfindet. Das gibt uns ein gutes Gefühl, wenn wir zur Arbeit gehen“, so Ricke. Ebendiese so bald wie möglich wieder aufnehmen zu können, wünscht er sich deswegen sehr.