
„Dieser Schritt war mutig“ | Sortenvielfalt mit Sorgfalt bei BIONADE
BIONADE ist der deutsche Bio-Pionier bei den Erfrischungsgetränken. Gestartet mit den Sorten Litschi und Holunder, hat das Unternehmen mit dem rot-weiß-blauen Punkt heute zwölf fruchtige Limonaden im Portfolio – dazu Mate und Eistee.
Mit frischem Blick
„Den Schritt in die Eistee-Kategorie vor rund zwei Jahren empfand ich als mutig, aber passend“, blickt Marketingfachmann Ronny Lindstädt zurück. Er stieß im Oktober 2025 zum Team und verantwortet seitdem die Marketingaktivitäten bei BIONADE – und geht diese Aufgabe mit Liebe zur Marke und gleichzeitig frischem Blick an: „Gerade in den letzten Jahren ist mir als Konsument eine steigende Präsenz in den Getränkeabholmärkten und im Lebensmitteleinzelhandel aufgefallen. Auch in der Gastronomie konnte ich zunehmend BIONADE wahrnehmen. Das Wachstum der letzten Jahre ist beachtlich.“
Früher als andere
Die BIONADE-Erfolgsgeschichte basiert auf einer Idee aus dem Jahr 1960, praktisch umsetzen ließ sie sich erst viel später. In den 1980er-Jahren entwickelte Dieter Leipold, Braumeister der Privatbrauerei Peter in der Rhön, ein später patentiertes Brauverfahren, an dessen Ende durch eine einzigartige Fermentation statt Bier alkoholfreie Limonade stand – eine mit deutlich weniger Zucker als traditionelle Limonaden und ganz natürlich ohne künstliche Zusätze.
1994 kam mit BIONADE Litschi die erste biotechnisch hergestellte Limonade auf den Markt, die Sorte Holunder folgte kurz darauf. Natürlich hergestellt, weniger süß, regional produziert, alkoholfrei: Weit früher als andere Getränkeproduzenten setzte BIONADE damit ein Statement für einen bewussten Lifestyle.
„Nachhaltigkeit ist fest in der Marken-DNA verankert und nicht nur ein Ziel, sondern eine Grundhaltung, die sich im täglichen Handeln widerspiegelt. BIONADE setzt konsequent zu 100 Prozent auf Bio-Rohstoffe, eine ressourcenschonende Produktion, nachhaltige Gebinde und möglichst kurze Lieferketten. Und das seit über 30 Jahren“, sagt Ronny Lindstädt.
Vom Geheimtipp zum Kult
Der große Durchbruch blieb zunächst allerdings aus. „BIONADE bewegt sich schon immer in einem anspruchsvollen Spannungsfeld aus Nachhaltigkeit, Bio-Qualität und, Wirtschaftlichkeit“, sagt Ronny Lindstädt. Anfangs interessierten sich lediglich eine Handvoll Fitnessstudios und Reformhäuser der Region für das Bio-Produkt, die Firma kämpfte um ihre Existenz.
Erst als Dieter Leipolds Frau Geld aus einem Lottogewinn investierte, nahm die Entwicklung Fahrt auf: 1997 erhielt BIONADE den rot-weiß-blauen Punkt als Markenzeichen, im Jahr darauf gelangten die Limonaden über einen Hamburger Getränkegroßhändler in die Gaststätten und Kneipen der Hansestadt – und von dort aus als neue Kategorie deutschlandweit in Gastronomie und Handel. 2002 kam als dritte Sorte eine Kräuter-Limonade auf den Markt, gefolgt von Ingwer-Orange 2005 und Quitte 2009. Im selben Jahr stieg die Radeberger-Gruppe bei BIONADE ein, seit 2018 gehört die BIONADE GmbH zur Hassia-Gruppe.
BIONADE wurde Kult – und ist es bis heute. Und zwar trotz veränderter Konsumgewohnheiten, zunehmender Preissensibilität und gleichzeitig hohen Qualitäts- und Nachhaltigkeitserwartungen der Konsumenten an die Marke, betont Lindstädt. „Diese Balance wurde sehr gut weiterentwickelt und bildet nun eine starke Basis für weiteres Wachstum.“

Foto: © BIONADE GmbH
Stark in Limonade – und Eistee
Heute ist die Marke aus der Rhön mit einem Umsatzanteil von fast 63 Prozent klarer Marktführer bei den Bio-Limonaden. Mit einem Umsatzplus von 4,3 Prozent wuchs BIONADE im Geschäftsjahr 2025 deutlich schneller als der AfG-Gesamtmarkt, der um 2,1 Prozent zulegte.
TITELFOTO: © BIONADE GmbH















