
5 neue Standorte, 1 Team - Wie die DGL (zusammen-)wächst
Bremen, Hannover, Querfurt, Geesthacht und Satow: Fünf neue Standorte in vier Bundesländern nahm die DGL GmbH & Co. KG in den letzten 13 Monaten in Betrieb. Die ESSPERTISE hat mit dem Team gesprochen, das vor und während einer Standorteröffnung dafür sorgt, dass alles läuft.
Individuelle Integration, definierte Standards
„Jede Neueröffnung ist anders, auch wenn wir uns natürlich auf Standards und Erfahrungen stützen können“, sagt Iris Hasse. Sie unterstützt bei der DGL das Integrationsmanagement, organisiert und strukturiert den Aufbau bzw. die Übernahme und Integration neuer Standorte – mit einem rund 20-köpfigen Team aus unterschiedlichsten (Fach-)Bereichen, das ab der kartellrechtlichen Freigabe eines neuen Standorts in Rekordzeit die Bedingungen für einen reibungslosen Start schafft.
Zwei Monate – vom Stempel bis zum Stromvertrag
„Vom Kick-Off-Meeting bis zum Go-Live sind es oft nur zwei Monate. Natürlich gibt es neben dem Kernteam, das sich in dieser Phase in täglichen Meetings austauscht, noch die ‚Teams hinter dem Team‘. Insgesamt sind in einen Übergangsprozess sicher mehr als 100 Kolleginnen und Kollegen eingebunden“, erläutert Iris Hasse. „Wichtig ist es, Kompetenzen zusammenzubringen – vom operativen Experten über den IT-Spezialisten bis hin zu den Führungskräften – und ihre Erfahrungen zu nutzen.“
Denn: Es gilt, den neuen Standort bereit zu machen, ihn vom Stempel bis zum Stromliefervertrag, von der Lkw-Zulassung bis zum Lieferantenmanagement mit allem Nötigen auszustatten, neue Mitarbeitende anzuleiten, Netzwerke und Systeme anzupassen, Kunden zu informieren, Stammdaten anzulegen, Sortimente zu definieren, … Während Bremen als komplett neuer DGL-Standort aufgebaut wurde, handelte es sich an den anderen Orten um Übernahmen bestehender Niederlassungen und vorhandener Strukturen.
Willkommen bei der DGL!
Immer dabei: die neuen Kolleginnen und Kollegen. „Bei Standortübernahmen beziehen wir das neue Team so schnell wie möglich kommunikativ ein und bleiben in der Übergangsphase und darüber hinaus eng an seiner Seite. Die moderne DGL-Welt ist offen, vielfältig und teamorientiert – das leben wir ab Tag eins. Und selbstverständlich ist auch die fachliche Einarbeitung maßgeblich für den Erfolg“, sagt Iris Hasse.
Da im Falle der Übernahmen bestehender Niederlassungen den Mitarbeitenden an den Standorten die grundlegenden Abläufe in der Getränkelogistik bekannt waren, erfolgte die Unterstützung und Einarbeitung in die DGL-Systeme hier vorrangig „on the job“. Die größte Herausforderung dabei: den Regelbetrieb aufrechterhalten und neben dem Tagesgeschäft durch ein agiles Projektmanagement die Neuausrichtung ermöglichen.

Iris Hasse, Projektmanagerin Integration
Foto: © DGL GmbH & Co. KG
Neue Kollegen, alte Hasen
Bei dem Anfang 2026 ans Netz gegangenen Standorts in Satow bestand eine zusätzliche Anforderung darin, am bestehenden Handelsstandort ein Sortiment für die Gastronomie mit besonderer Artikelbreite und -tiefe zu integrieren.
Für die ein Jahr zuvor gestartete Logistikdrehscheibe in Bremen wurde ein neues Team eingestellt. Dass die Mitarbeitenden dabei zum Teil vorher nicht in der Getränkebranche tätig waren, machte hier eine deutlich intensivere Einarbeitungsphase nicht nur in neue Arbeitslogiken und Systeme, sondern auch in die Materie an sich nötig. „Bei Neustandorten bedarf die Installation standardisierter Prozesse – ehrlicherweise – etwas länger als an Standorten, wo Mitarbeitende langjährige Erfahrungen in der Getränkebranche mitbringen“, so Iris Hasse.
Für alle Standorte aber gilt: Nach dem Startschuss für die Operative begleitet das Integrationsteam die Kollegen zunächst weiter sehr eng, um ihnen die nötige Sicherheit im neuen Alltag zu geben. Und auch wenn diese engmaschige Betreuung dann langsam ausläuft, bleibt die Unterstützung – etwa über den zentralen IT-Support – selbstverständlich gewährleistet.
Erfolgsfaktor IT – die Architektur steht
Apropos IT: Kein neuer Betriebsstandort ohne funktionierende IT-Infrastruktur – bei der DGL basiert sie für die gesamte Unternehmensgruppe auf einem fest definierten Standard, die neuen Standorte werden direkt in die bestehende Architektur eingebunden.
Für Vadim Iouchkov, Gesamtbereichsleiter IT (CIO), ein Muss: „Wir haben die DGL in den letzten Jahren digital sehr gut aufgestellt. Wir arbeiten alle standortunabhängig in den gleichen Systemen und nutzen vom Laptop über das Smartphone bis zum MDE-Gerät und Pick-by-Voice-Headsets vernetzte Hardware. Diese einheitliche Plattform rollen wir direkt an neuen Standorten aus, damit alle Prozesse ineinandergreifen.“
Bestellung leicht gemacht
Dabei forderte der jüngste Standort in Satow als kombinierter Handels- und Gastronomiestandort auch die IT-Abteilungen in besonderer Weise. „Gastronomen haben andere Bestellprozesse als Handelskunden“, berichtet Vadim Iouchkov. „Während Gastronomen beispielsweise Einzelbestellungen über eine Onlineplattform auslösen, kommen Bestellungen aus dem Handel zentral und automatisiert in unser System. Uns war es wichtig, dass die Gastronomen ihre gewohnten Bestellplattformen weiter nutzen können. Wir haben dazu Schnittstellen geschaffen, über die die Bestellungen automatisch in die DGL-Systeme einfließen.“
Gruppenweiter IT-Support
Und der Mensch? Ist immer noch der entscheidende Faktor, der die technischen Möglichkeiten nutzen muss. Entsprechend werden auch die Teams an den neuen Standorten in der Handhabung der DGL-Systeme – besonders Warenwirtschaft und Lagerführung – geschult und im Alltag angeleitet. „Dank intuitiver Benutzeroberflächen unserer modernen Tools können die Mitarbeitenden vor Ort in der Regel innerhalb kürzester Zeit eigenständig mit den Systemen arbeiten“, sagt Vadim Iouchkov. Ergeben sich später Fragen, steht ein zentraler IT-Support mit einem digitalen Ticketsystem und einem internen Wiki zur Verfügung.
„IT ist wie Wasser oder Strom“
„Unser Ziel ist es, dass IT in allen Bereichen des Unternehmens genauso selbstverständlich da ist wie Wasser oder Strom – ohne dass man darüber nachdenken muss“, sagt Vadim Iouchkov.
Mit der stetig fortschreitenden technischen Entwicklung ergeben sich dabei immer neue Möglichkeiten. Wo beispielsweise Auslieferungsfahrer Änderungen von Liefermengen und Anmerkungen von Kunden auf den Lieferscheinen vermerken, mussten diese bislang händisch ins IT-System übertragen werden. Seit kurzem werden sie über einen KI-gestützten Prozess automatisch eingespielt und ausgewertet.

Vadim Iouchkov, Gesamtbereichsleiter IT
Foto: © DGL GmbH & Co. KG
Am Ende … läuft’s
„Am Ende steht immer, dass der Kunde seine bestellte Ware im gewünschten Zeitfenster erhält“, betont Vadim Iouchkov. „Wenn Mitarbeitende wie Kunden zufrieden sind, haben wir als IT unseren Job richtig gemacht.“ Iris Hasse ergänzt: „Im Idealfall bekommt der Kunde von unserer Arbeit gar nichts mit, sondern wird reibungslos nach dem Go-Live von der DGL zuverlässig beliefert: Getreu dem Unternehmensslogan: … und alles läuft.“
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