
Biertradition aus Rostock
Heimat im Glas, Kompetenz im Markt
Die Hanseatische Brauerei Rostock steht für Bierkompetenz aus Mecklenburg-Vorpommern und ist seit Generationen fest in der Region verwurzelt. Genau diese lokale Verbundenheit macht die Stärke der Marke aus: Rostocker ist im Handel sichtbar, in der Gastronomie präsent und auf regionalen Veranstaltungen erlebbar – nicht nur im Glas, sondern als Teil norddeutscher Lebensart.
Foto: © Hanseatische Brauerei Rostock
Eine Geschichte, zwei Marken
Die Brauerei verbindet Tradition mit einer klaren Marktstrategie. Mit Rostocker als starker regionaler Hauptmarke und Mahn & Ohlerich (M&O) als eigenständiger Marke bedient sie unterschiedliche Geschmackspräferenzen und Zielgruppen. Das Zusammenspiel der beiden Pils-Sorten: Rostocker steht für Reichweite, Wiedererkennbarkeit und norddeutsches Profil, das nach den Gründervätern benannte Mahn & Ohlerich für eine historisch profilierte Marke mit milderem Geschmack und besonderer Relevanz für die Gastronomie.
Wie deutlich sich diese Differenzierung auch im Produkt zeigt, erläutert Braumeister Marcel Krüger: „M&O hat eine vollkommen eigenständige Rezeptur. Wir nutzen ausschließlich Aromahopfen statt des Bitterhopfens wie beim Rostocker Pils. Außerdem geben wir im Rahmen unseres Aromaverfahrens zwei zeitlich versetzte Hopfengaben zum Sud. So entstehen auf der einen Seite ein klassisch norddeutsches, feinherbes Pils mit 29 Bittereinheiten und auf der anderen Seite mit M&O ein mildes Bier mit nur 16 Bittereinheiten, das durch den Aromahopfen trotzdem Geschmack hat.“
Marcel Krüger, Braumeister der Hanseatischen Brauerei Rostock
Foto: © Hanseatische Brauerei Rostock
Erfolgsgeschichte Mahn & Ohlerich
Gerade Mahn & Ohlerich zeigt, wie regionale Herkunft und moderne Nachfrage zusammenfinden können. Ronny Löwendei, Geschäftsführer der Brauerei, beschreibt die Ausrichtung folgendermaßen: „Der Fokus liegt aktuell im Großraum Rostock, es gibt aber auch darüber hinaus Gastronomieobjekte auf Rügen, Usedom, an der Mecklenburgischen Seenplatte und sogar bis nach Hamburg oder Kiel. Milde Biere liegen im Trend, und wir können auch außerhalb unseres eigentlichen Kernmarktes immer wieder Gastronomen mit dem Geschmack und der Story von M&O überzeugen.“
Alle nach ihrem Geschmack
Auch innerhalb des Rostocker-Sortiments folgt die Brauerei einer klaren kanalbezogenen Logik. Nicht jede Sorte ist für jeden Vertriebskanal gedacht. Ein gutes Beispiel ist das Rostocker Dunkel, erklärt Geschäftsführer Ronny Löwendei: „Rostocker Dunkel ist eine Bierspezialität, die wir ausschließlich als Fassbier unseren Gastronomiepartnern in der stationären Gastronomie oder im Veranstaltungsbereich anbieten wollen. Damit ermöglichen wir unseren Partnern ein Stück Exklusivität, weil sie ein Produkt vorhalten können, das es eben nur dort gibt. Das ist zugleich ein Anreiz für den Endverbraucher, öfter wieder in die Gastronomie zu gehen.“
Vom Azubi zum Chef – Ronny Löwendei ist diesen Weg gegangen.1999 begann er seine Ausbildung
bei der Hanseatischen Brauerei Rostock, im März 2024 übernahm er den Posten des Geschäftsführers
des Traditionsbetriebs, der den Biermarkt in Mecklenburg-Vorpommern maßgeblich prägt. Der
Ausbildung zum Industriekaufmann folgten für den gebürtigen Rostocker Stationen im Controlling,
dem Fest- und Eventgeschäft und dem Vertrieb. 2015 wurde er Gebietsleiter Gastronomie,
2021 regionaler Key-Account-Manager Gastronomie sowie stellvertretender Vertriebsdirektor
für Mecklenburg-Vorpommern und das nördliche Brandenburg.
Foto: © Hanseatische Brauerei Rostock BILDLEGENDE: Ronny Löwendei, Geschäftsführer der Hanseatischen Brauerei Rostock
Wird Rostocker alkoholfrei?
Rostocker führt traditionelle Braukunst in die Moderne. So beobachtet die Brauerei auch aktuelle Konsumtrends wie den wachsenden Markt alkoholfreier Produkte, bewertet ihn jedoch bewusst zurückhaltend. „Ganz aktuell gibt es keine Pläne für ein alkoholfreies Bier aus unserer Brauerei. Dahinter stehen markenstrategische Gründe, zum anderen müssen wir das natürlich auch wirtschaftlich betrachten. Für eine regionale Marke wie Rostocker mit einem recht überschaubaren Absatzmarkt wäre die Wirtschaftlichkeit aktuell nicht gegeben“, sagt Ronny Löwendei.
Flagge zeigen
Neben Handel und Gastronomie sind regionale Veranstaltungen ein zentraler Baustein der Markenführung. Dort zeigt sich die Verbundenheit zur Region: Hanse Sail Rostock, Warnemünder Woche und Events in der Strand Arena Warnemünde – die Hanseatische Brauerei Rostock ist seit Langem offizieller Partner bei den maritimen Großveranstaltungen der Region. Zuletzt konnte im Juli vergangenen Jahres ein neuer Drei-Jahres-Vertrag abgeschlossen werden.
Besonders die Hanse Sail lockt als größtes, jährlich stattfindendes Traditionsseglertreffen der Welt am zweiten Wochenende im August hunderttausende Besucher nach Rostock. Mehr als 100 Traditions- und Museumsschiffe machen an den Kaikanten in Rostock und Warnemünde fest, an Land wird auf mehreren Arealen von Warnemünde bis zum Neuen Markt gefeiert – mit fassfrischem Rostocker Pils, einem eigenen Fanshop und vielen weiteren Aktionen der Brauerei.
Die Brauerei ist dort präsent, wo Menschen in Mecklenburg-Vorpommern zusammenkommen. Seit Jahren engagiert sie sich für Rostocker Sportvereine, unter anderem als Hauptsponsor der „Elche“ von Rugby Rostock und als Partner der Volleyball-Herrenmannschaft des SV Warnemünde. So wird Bier nicht nur verkauft, sondern in einen kulturellen und emotionalen Zusammenhang gestellt.
Regional, kompetent, modern
Die Hanseatische Brauerei Rostock zeigt damit, wie sich regionale Herkunft, Sortimentskompetenz und moderne Markenführung sinnvoll verbinden lassen. Mit Rostocker und Mahn & Ohlerich gelingt es, unterschiedliche Marktsegmente glaubwürdig zu besetzen, ohne die eigene Identität aus dem Blick zu verlieren. Oder, wie Braumeister Marcel Krüger es zusammenfasst: „Ein gutes Rostocker Bier muss immer beides können: Es muss seine Herkunft schmeckbar machen und zugleich zu den Erwartungen von heute passen.“

Foto: © Hanseatische Brauerei Rostock
Ausgezeichnetes Vorschlagswesen bei Rostocker
Kleine Anpassung, große Wirkung: Der Schlüssel zum Erfolg sind die Mitarbeiter. Bei der Hanseatischen Brauerei Rostock gilt das in mehrfachem Sinne: Für einen neu entwickelten Gelenkhakenschlüssel, der das Verletzungsrisiko beim Anziehen von Schrauben verringert, erhielt Rostocker Ende 2024 den Präventionspreis der Berufsgenossenschaft Nahrung und Genussmittel (BGN).
Marco Krapf, Fachkraft für Arbeitssicherheit in der Brauerei, erfuhr bei einer Arbeitsplatzbegehung, dass es bei der Arbeit mit handelsüblichen Gelenkhakenschlüsseln oft zu kleineren Verletzungen an den Händen kommt. Und entwickelte die Lösung: einen Schlüssel mit verbesserter Hebelwirkung und größerem Abstandsbereich zum Arbeitsbereich, um die Hände zu schützen.
Foto: © Hanseatische Brauerei Rostock
INFO:
Die Hanseatische Brauerei Rostock wurde 1878 von den Ingenieuren Georg Mahn und Friedrich Ohlerich gegründet. Noch heute braut Rostocker seine Bierspezialitäten am Traditionsstandort im Herzen der Hanse- und Universitätsstadt.
Unter der Kernmarke Rostocker werden neben dem Rostocker Pils ein Export, ein helles und ein dunkles Bockbier, ein naturtrübes Zwickel, ein naturtrübes Radler und – exklusiv für die Gastronomie – das Rostocker Dunkel hergestellt.
Zusätzlich braut Rostocker seit 2011 mit Mahn & Ohlerich eine weitere Pilsmarke mit eigenem Profil.
Seit 2006 gehört die Hanseatische Brauerei Rostock zur Radeberger Gruppe.

TITELFOTO: © Hanseatische Brauerei Rostock















