Frühstück. Mittags. Abends. Immer.
ALEX – einfach Kneipissimo
Seit beinahe zwei Jahren ist die Kneipenszene in der sachsen-anhaltinischen Hauptstadt um eine Attraktion reicher: ALEX öffnete 1998 in Magdeburg mit gewohntem Schwung seine Tore. Schon innerhalb der ersten Monate setzte sich das Objekt auf dem Markt durch.
Das ALEX-„Cafékneipenbarbistrorant“-Konzept überzeugte auch in Ostdeutschland auf bekannt hohem Niveau – mit der Bitburger Brauerei und Getränke Essmann als Partner. In puncto Atmosphäre wurde auch in Magdeburg nichts dem Zufall überlassen: Ein raffiniertes Licht-, Luft- und Musikkonzept sorgt rundherum für gute Laune. Und das von Anfang an: Schon Monate im voraus wurden die Teams zusammengestellt und in bestehenden Betrieben auf ihre neue Tätigkeit vorbereitet. In den entscheidenden ersten Wochen erhielten die Mitarbeiter zusätzliche Schützenhilfe durch eine spezielle Eröffnungsmannschaft. Wahrscheinlich machte es deshalb den Magdeburgern von Anfang an Spaß: Morgens, mittags, abends, immer ALEX.
Frühstück.
Magdeburger Frühaufsteher kommen ebenso in den Genuß eines imposanten Frühstücksbuffets wie notorische Langschläfer. Täglich von 8 bis 12 Uhr, Samstags sogar bis 14.30 Uhr verführen viele Sorten Brötchen, Brot und Croissants, Obst, Müsli, Wurst, Käse, Rührei, Würstchen, Speck, Salat sowie diverse Süssies und Leckerli. Und das alles für 9,90 DM inklusive einem Glas Saft. Diesen Genuß kann man übrigens verschenken mit dem ALEX-Frühstücks-Gutschein. Sonn- und Feiertags wird das Angebot noch getoppt: zwischen 9 und 14.30 Uhr lassen sich die Gäste bei einem Brunch verwöhnen.
Mittags.
Abwechslungsreiche Leckereien und kulinarische Überraschungen zu günstigen Preisen: Die wöchentlich wechselnde Mittagskarte ist von ALEX zu ALEX unterschiedlich und berücksichtigt auch regionale Spezialitäten. In der sachsen-anhaltinischen Hauptstadt besonders beliebt: Magdeburger Stippe. Dahinter verbirgt sich rustikale Hausmannskost mit Gehacktem, Kartoffelpüree und sauren Gurken. Jetzt in der kühleren Jahreszeit lockt zudem ein Mittagsbuffet nicht nur hungrige Berufstätige ins ALEX. Für 9,90 DM gilt: All you can eat.
Abends.
Bevor es Abend wird, beginnt im ALEX erst einmal die Zeit für Schlemmermäuler und Kaffeekränzchen. Ab 14.30 Uhr kann man sich vom Kuchenbuffet – alles hausgemacht – bedienen. Später wird das Licht ’runtergedimmt auf Abenddämmerung, der Sound dafür ein bißchen aufgedreht. Bier ist in den nächsten Stunden eines der Hauptthemen. In Magdeburg fließen das erfrischende Bitburger Pils, das Köstritzer Schwarzbier und das freundliche Diebels aus den Hähnen. Verlockend dekorierte Cocktails, alkoholfreie Drinks und jede Menge anderer Getränke lassen keine Wünsche offen. Für den Hunger ist ebenfalls vorgesorgt: Auf der Abendkarte findet sich für jeden Geschmack etwas. Die Food-Hitliste führen übrigens die üppigen Baguettes an.
Immer.
’Immer was los im ALEX’ – so lautet die Devise. An 365 Tagen im Jahr. Die Gäste möchten nette Menschen treffen und sich rundherum wohlfühlen. Und dabei treffen sie auf nette, gutgelaunte Servicekräfte, die auch schon mal mitfeiern und die Gäste stimmungsvoll mitreißen. Phantasie gehört ebenfalls zu den herausragenden Eigenschaften der ALEXianer. Phantasievolle Parties, großzügige Weihnachtsmänner, stimmungsvolle Schlagernächte, romantische Candle-Light-Dinners oder ’Black Fridays’ begeistern immer wieder die Besucher.
Egal, welcher Event gerade ansteht – die Atmosphäre stimmt bis ins Detail. Im November feierten die Magdeburger eine rauschende Musical Night. Eine aufwendige Theater-/Musical-Deko verwandelte das ALEX in eine Bühne, vom Plattenteller erschollen Musical-Hits, das F&B-Angebot war komplett auf dieses Genre ausgerichtet und zu gewinnen gab’s Karten für das Berliner Musical „Der Glöckner von Notre Dame“ einschließlich einer Übernachtung. Alle Mitarbeiter tauschten die ALEX-Berufskleidung gegen phantasievolle Kostüme.
Leuchtende Kinderaugen gab’s am 6. Dezember: Der Nikolaus verschenkte süße Leckereien an die Kleinen, den ALEX-Kalender an die etwas Größeren. Eine aufwendige Weihnachtsdekoration läßt auch bei dem größten Feiertagsmuffel so etwas wie festlich-fröhliche Stimmung aufkommen.
Martin Wigand, Betriebsleiter im ALEX Magdeburg, macht deutlich, wie wichtig bei solchen Parties die Einbeziehung des Personals ist. Von der Ideensammlung für Dekoration und F&B-Angebot bis hin zur Beschaffung von Kostümen wird vieles der Eigenverantwortung überlassen. Mit Erfolg: Die Motivation stimmt und die Stimmung auch.
Millennium-Wechsel
Das Ereignis des Jahres im Magdeburger ALEX wird aber zweifellos die bevorstehende Silvester-Party sein. Und weil der Jahrtausendwechsel einfach zu schade ist, um ihn nur einmal zu feiern, ist bei ALEX gleich sage und schreibe fünfmal Silvester angesagt. Für 200 DM kann man an diesem Mega-Spektakel teilnehmen. Dafür wird auch einiges geboten: mehrere New-Year’s-Drinks, Silvester-Snacks, ein reichhaltiges Buffet und und und. Außerdem – wie es sich für eine geschlossene Gesellschaft gehört – wird natürlich jeder Gast persönlich mit einem Welcome-Sekt begrüßt, ihm wird ein kurzer Überblick über die geplanten Aktivitäten gegeben, man erfährt, wann man was wo findet und das wichtigste für die Kommunikation: Jeder Gast und jeder Mitarbeiter erhält einen Namensbutton.
Dann geht’s los. 22 Uhr: Moskau eröffnet das 3. Jahrtausend. Krimsekt? Wodka? Echter Kaviar? Jawohl, alles da und nicht nur, solange der Vorrat reicht. 23 Uhr: Kairo. Zu Füßen der Sphinx steppt das Kamel und die Pyramiden wackeln: Zum Sound von „Walk like an Egyptian“ genießen Cleopatras die Beauty Drinks und Beduinen den Burger. O Uhr: Deutschland. Mit Silvester in Deutschland wechselt die Szenerie vom Orient zum Okzident. Mit Millennium-Soup, Schampus und 2.000.000 Konfettis wird die 3. Zeitgrenze dieser Nacht überschritten. 1 Uhr: London. Die Glocken von Big Ben läuten im Sound von Oasis, die Gäste nippen am Pimms No. 1 und knabbern Happy New Year’s-Sandwiches. Und das alles ohne last order. 2 Uhr: Grönland. Die allerschönsten Eisberge lassen sich im ALEX genüßlich vernaschen. Eiswürfel baden in Puschkin und Gin, Rollmöpse springen aus dem Eismeer. Zeit, um die Nasen aneinanderzureiben.
Die Planungen für das Jahr 2000 laufen natürlich schon auf Hochtouren. Ein Highlight wird hier ganz sicher wieder die ALEX-Geburtstagsparty sein: Am 19. März wird das Magdeburger ALEX zwei Jahre jung, und weil es allen Grund zur Freude hat, wird diese gern an die Gäste weitergegeben.
ALEX innovativ
Wenn früher in der wärmeren Jahreszeit der Run auf die ALEX-Außenterrasse begann, kamen die Servicemitarbeiter nicht nur wegen der Hitze schnell ins Schwitzen. Seit dem vergangenen Sommer sieht man jedoch nur zufriedene Gäste und einen gutgelaunten Service. Der Technik sei Dank. In Magdeburg erprobte ALEX erstmals ein funkgesteuertes Order-System. Jetzt sind für den Terrassenbereich nur noch zwei Servicekräfte für 400 Plätze notwendig, die dafür aber jederzeit ansprechbar sind für Bestellungen, Wünsche, Sorgen und – auch das muß sein – Rechnungen. Sie gehen mit einer Art Mini-Computer in der Hand von Tisch zu Tisch, nehmen die Bestellungen der Gäste auf und tippen diese in ihr „Orderman-Handy“. Die Bestellung wird per Funk unter Angabe der Tischnummer an die jeweiligen Theken oder die Küche gesendet. Sobald das Bestellte fertig ist, bringt das für die Bedienung zuständige Servicepersonal die Speisen und Getränke an den Tisch. Der Erfolg dieses Bestellsystems gibt den ALEXianern Recht: Die Wartezeit für die Magdeburger Gäste hat sich deutlich verkürzt, der Service ist gestiegen und im gleichen Maße auch die Gästezufriedenheit.
Arbeiten im ALEX
Am liebsten hat es die ALEX-Führungsspitze, wenn jemand als Aushilfskellner anfängt, sich hocharbeitet zum Schichtleiter, später zum stellvertretenden Geschäftsführer und nach einigen Jahren vielleicht selbst als Betriebsleiter „sein“ Outlet führt. Wer kommunikativ ist, gut mit Menschen umgehen kann, Lebensfreude versprüht und einen Hang zur Selbstdarstellung hat, der hat gute Karten. Schließlich sollen die Mitarbeiter auf (schau-)spielerische Art und Weise positive Stimmung verbreiten und Kommunikations-Barrieren niedrig halten.
Seit einiger Zeit wird der ALEX-Spirit professionell weitergegeben: Alle ALEX-Outlets bilden aus, und zwar in dem neuen Beruf „Fachmann/-frau für Systemgastronomie“. Nicht zuletzt wegen der schnellen Expansion entstehen für die Mitarbeiter hervorragende Perspektiven für einen beruflichen Aufstieg – die Übernahme von Verantwortung wird aktiv gefördert –, denn der ALEX-Stellenmarkt für Führungskräfte wächst beständig.
Schulung ist ein wichtiger Bestandteil der ALEX-Personalarbeit. Servicekräfte erhalten regelmäßig interne Schulungen zu Themen wie Gästeverhalten, Verkauf, Dekoration oder Präsentation. Die Planungen für einen „Talentschuppen“ – so der Arbeitstitel für ein ALEX-Schulungscenter – laufen bereits. Hier sollen sowohl Auszubildende als auch Schichtleiter und stellvertretende Betriebsleiter zentral fortgebildet werden.
Motivation wird großgeschrieben in der Personalpolitik des Hauses: Einmal im Jahr findet für alle Mitarbeiter eine zentrale Mega-Party statt. Im vergangenen Jahr sagten die ALEX-Macher durch Kultstar Guildo Horn, wie lieb sie ihre Mitarbeiter haben. Dazu mieteten sie das E-Werk in Essen an und feierten mit der gesamten Belegschaft bis in die frühen Morgenstunden. „Feiern bis der Landarzt kommt“ war in diesem Jahr nicht nur das Motto des ALEX-Betriebsfestes, sondern ist auch der Slogan einer neuen ALEX-Sparte: des ALEX Country. Das erste ALEX dieser Art steht in der Nähe von Wesel.
ALEX für jedermann
Unterschiedliche Zielgruppen spricht ALEX mit unterschiedlichen Konzepten an. Da ist zunächst das pure ALEX, wie Gäste es in Magdeburg kennen- und liebenlernen können: frisch, locker, unkompliziert und poppig in Mintfarben eingerichtet, ist es ein „Cafékneipenbarbistrorant“. Sozusagen das Einstiegs-ALEX für alle 18- bis 35jährigen. Böse Zungen behaupten, ALEX sei keine Kneipe, sondern der Show-room eines Designleuchtenhauses. Egal, schön sind die kunterbunt durcheinandergewürfelten Lampen allemal, und die Atmosphäre stimmt jedenfalls. Die Musik auch. Sie orientiert sich an dem jungen Publikum: von Ace of Base bis Ziggy Marley.
ALEX Brasserie ist der frankophile Klassiker für alle Lebenskünstler im fortgeschrittenen Alter zwischen 25 und 50 Jahren. Erkennungszeichen sind zeitlose Einrichtungs-Details wie die schwere Eingangs-Drehtür, ein bleiverglaster Wintergarten und die große Messinguhr aus Paris. Die Musik gibt sich erwachsener: von Abba bis Zappa.
Das Konzept des ALEX Grand Café ist für alle, die den Generationenkonflikt nicht kennen – eben für alle 6- bis 66jährigen. Das Raumgefühl erinnert an die großzügige Eingangshalle eines Grand-Hotels. Es soll schon vorgekommen sein, daß Gäste nach einem freien Doppelzimmer fragten. Musikalisch tönt es hier von Aretha Franklin bis Edo Zanki.
Ganz neu ist das ALEX Country. Motto: „Feiern bis der Landarzt kommt“. Das erste ALEX dieser Art kann man in der Nähe von Wesel besuchen. Besonderes Merkmal: Standorte außerhalb der Städte. Mehr über ALEX erfährt man übrigens im Internet unter: www.alexgastro.de.
Die tragende Rolle des Wirtes ersetzt bei ALEX das Marketing. „Wir verkaufen gute Laune“ heißt der oberste Grundsatz, den man mit zentral geplanten Aktionen, Festen, Veranstaltungen und direkter, witziger Gästeansprache verwirklicht.
Wie alles anfing
1989 gründeten die vier unternehmungslustigen Herren Irmin Burdekat, Hannes Hoyer, Delf Neumann und Klaus Meyer das erste ALEX in Hildesheim. Nach dem überwältigendem Erfolg eröffnete das Quartett im Folgejahr eine Filiale in Bielefeld. In diesen Betrieb investierten die Jungunternehmer bereits doppelt so viel wie in den ersten, dafür stieg die Professionalität deutlich an. Für den dritten Betrieb gründete man eine eigene Einrichtungs-Gesellschaft, die Firma „Plan-Bar“, die bis heute alle ALEX-Betriebe baut. Mit jedem weiteren Betrieb systematisierte das ALEX-Team die Arbeitsabläufe weiter. Was mehr oder weniger als eine Stammtischidee begann, hat sich zu einer Erfolgsstory mit inzwischen 23 Outlets gemausert, die mit einem Spitzenplatz in der deutschen Systemgastronomie belohnt wird. Der Jahresumsatz liegt derzeit bei knapp 60 Millionen Mark.
Seit Januar betreibt die zu einer britischen Brauerei gehörende Bass Leisure Retail Germany GmbH die mehr als 20 ALEX-Betriebe. Aus dem Gründerquartett wurde nach dem Verkauf an Bass ein Trio, das als leitende Direktoren in das Management der Bass PLC integriert ist.
Ausgezeichnet
Innovationskraft, hohe Konformität mit Markt- bzw. Verbrauchertrends, vorbildliche Profilstärke, zukunftsweisende Impulse sowie eine professionelle Bereicherung des Foodservicemarktes: Das sind die Kriterien, nach denen die Jury des Hamburger Foodservice-Preises würdige Kandidaten beurteilt. In diesem Jahr schaffte es die Oldenburger ALEX-Gruppe auf das Siegertreppchen und heimste einen der drei begehrten internationalen Branchen-Oscars ein, die alljährlich vom Deutschen Fachverlag in einem feierlichen Rahmen verliehen werden. Hocherfreut nahmen Irmin Burdekat, Hannes Hoyer und Delf Neumann die hohe Auszeichnung entgegen.
Expansionspläne
Ziel der Bass PLC ist es, in jeder Stadt mit über 100.000 Einwohnern gute Laune mit einem ALEX zu verbreiten. In Nordwestdeutschland ist die Marke bereits relativ stark vertreten. Der südlichste Betrieb liegt derzeit in Saarbrücken. Weiße Flecken gibt es noch im Osten, im Rhein-Ruhr-Gebiet und in Süddeutschland. Aber die Expansion beginnt: Im Januar wird ein ALEX Grand Café im Sony-Center in Berlin eröffnet. Weiter öffnen bis April nächsten Jahres in verschiedenen Städten Deutschlands weitere sechs ALEX ihre Tore. Bis zum Jahr 2001 sind noch mal 15 neue Outlets geplant. Strategische Überlegungen reichen sogar bis in das Jahr 2010: Zwischen 170 und 300 Neueröffnungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz strebt das Unternehmen an. Das grundsätzliche Problem liegt zur Zeit darin, geeignete Standorte zu finden. Die Ansprüche an das Standortprofil sind hoch: Citylagen mit Nähe zu mittlerer bis guter Fußgängerfrequenz bei gleichzeitiger Nähe zu einem gastronomischen Zentrum. Das Lokal muß ebenerdig liegen und mindestens zehn Meter Frontbreite besitzen. Es wird eine Fläche von mindestens 200 m2 benötigt, zusätzlich noch einmal 60 % dieser Fläche für die Nebenräume. Und ohne Biergarten oder Terrasse geht natürlich gar nichts. Aktuell geht der Trend hin zu Mega-ALEX-Betrieben mit über 500 m2*Gastraum und mehreren Etagen. Die weitere organisatorische Systematisierung wird ebenfalls mit Hochdruck betrieben. In Kürze wird die Einführung eines einheitlichen Warenwirtschaftssystems die kaufmännischen Abläufe und betriebswirtschaftlichen Planungen erheblich erleich-
tern.
ALEX Magdeburg GmbH
Ulrichplatz 21
39104 Magdeburg
Tel. 03 91 / 5 43 32 16