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  Ange d´Or Junior „world food“ und Barkultur mit persönlichem Profil
 
 

Es gibt Gebäude, denen haftet die Persönlichkeit ihres Besitzers an. Und es gibt Lokale, die strahlen die Persönlichkeit ihres Betreibers in besonderer Weise aus. So wie das Ange d´Or Junior in Essen-Kettwig. Strahlend eilt Claude Huppertz jun. seinem Gast auf der Terrasse des Hauses entgegen: „Schön, dass Sie da sind.“ Da und gleich mittendrin. Eine mächtige Bar dominiert das Entrée zum Ange d`Or Junior, hier pulsiert am Abend das Leben. Schwarz-braune Holztische, zurückhaltend dekoriert, kräftige Wandfarben, moderne Malerei – die Atmosphäre ist einmalig, das Profil des Hauses individuell.

Das Ange d`Or Junior hat eine besondere Geschichte: Gegründet wurde es 1965 von Claude Huppertz sen., damals gab es weder den „Junior“ noch den entsprechenden Zusatz im Namen. Claude Huppertz, gelernter Textilkaufmann, war viel herum gekommen. Vor allem in Frankreich hatte er mit seiner Frau über Jahre gelebt, Paris und die Cote d´Azur ebenso kennen und schätzen gelernt wie die französische Küche. Zurückgekehrt nach Deutschland eröffneten beide in dem großen Haus, das sich malerisch an die felsigen Hügel des Ruhrtals schmiegt, ihr Ange d´Or, ihren „Engel aus Gold“. Das Restaurant setzte auf die französischen Vorbilder: Frische Produkte wie Salate, auch Fleisch und Fisch, wurden zum Teil aus Paris herangeschafft, Weine und Champagner sowieso. Im Ruhrgebiet war Claude Huppertz damit ein Pionier, das Restaurant florierte, erarbeitete sich einen exzellenten Ruf. 1971 erhielt Huppertz den ersten Stern Michelin, 1988 folgte der zweite – eine Spitzen-gastronomie mit Ausstrahlung weit über die Region hinaus war entstanden. Auf dem Höhepunkt seines Erfolges stieg Claude Huppertz sen. aus; auch das ein Pionierstück, denn noch nie zuvor hatte jemand freiwillig seine Michelin-Sterne zurückgegeben. „Sterne? Schnuppe!“, titelte damals die Süddeutsche Zeitung.

Claude Huppertz jun. gab dem Ange d`Or Junior nicht nur den Namenszusatz, sondern auch ein neues Gesicht: „Das Gebäude wurde entkernt, nichts blieb wie früher“, erinnert er sich. Mit einer neuen Mannschaft ging er an den Start, das Konzept: Jugendlicher, trendiger, aber dennoch auf sehr hohem Niveau. Zusammen mit Prof. Harald Schlüter entwickelte Huppertz jun. ein Gestaltungskonzept, das von Künstlern umgesetzt wurde. Maler Norbert von Padberg stellt seit 15 Jahren regelmäßig (und dauerhaft) im Ange d`Or aus.

Heute verknüpft das Ange d´Or Junior Restaurant und Barkultur; das klassische Publikum ist über 30 Jahre alt und „jung geblieben“. „Wir sind eine Alternative zum Edelsnack und Edelrestaurant“, versucht Huppertz eine Einordnung. Mit „world food“ würde er die eigene Speisekarte betiteln, auf der man die französische Küche ebenso findet, wie italienische, asiatische, (wenige) deutsche, amerikanische und regionale Gerichte. „Wir bieten eine ehrliche Küche mit Top-Qualität“, versichert er.

Bekannt ist das Ange d´Or Junior weit über das schöne Ruhrtal hinaus, die Stammgäste kommen aus Essen, Mülheim, dem Kreis Mettmann, Düsseldorf und Köln, Dortmund und Bochum. „Enjoy the difference“, heißt der Slogan des Hauses, „genieße den Unterschied“. Wer den einmal entdeckt hat, scheint immer wieder darauf zurück zu kommen…


Kontakt: Ange d´Or Junior
Ruhrtalstraße 326/328
45219 Essen-Kettwig
Telefon: (0 20 54) 23 07
www.ange-dor.de